Montag, 27. November 2017

Ab auf die Südinsel

So wir haben wieder einmal Alles umgepackt und sind an einem Flughafen. Unser Ziel: Dunedin, wo unsere Räder auf uns warten.


Danach radeln wir endlich wieder! Bis Mitte März sind wir dann zurück in Auckland.

Donnerstag, 21. September 2017

Umpacken und Übersetzen

Vor einem Jahr waren wir in Athen, rüsteten um auf Backpacking und reisten los Richtung Asien. Nun ist es Zeit um weiterzuziehen und Ausrüstung, sowie Transportmittel zu wechseln. So verbrachten wir die letzten Tage in Kuala Lumpur mit Shopping und Probepacken, damit am Ende auch alle neuen Errungenschaften reinpassen. Nun sitzen wir am Flughafen und warten auf den wohl nicht sonderlich konfortablen Flug. Aber nach all den Busfahrten in den letzten Monaten, packen wir auch das noch!
 Nach einem kurzen Zwischenhalt in Australien (keine Kängurus weit und breit, also gehen wir gleich wieder) landen wir endlich in Auckland. Es wird aber noch mehr Geduld gefordert, da noch eine vielzahl an Kontrollen warten.
Inzwischen haben wir die erste Nacht in Neuseeland verbracht und kurieren unseren Jetlag.
 Morgen reisen wir weiter zum Piha Beach. Die nächsten zwei Monate werden wir dort am Strand wohnen, bevor wir auf die Südinsel reisen, wo wir unsere Velotour starten. Dazu haben wir ein neues Zelt, Kochtöpfe, leuchtende Jacken und etwas mehr Regenkleider als im vergangenen Frühling im Gepäck. Dafür aber auch extra viel Motivation. Nach einem Jahr reisen mit Bus, Zug, Taxi, Tuktuk, ... freuen wir uns sehr auf die Freiheiten welche das Radreisen mit sich bringt.



Sonntag, 30. Juli 2017

Tauchschein bestanden und auf nach Sipadan

Der dritte Tag des Tauchscheins war bloss noch Ehrensache. Ausser beim Notaufstieg für den Fall, dass einem die Luft ausgeht, den musste Adrian dreimal wiederholen. Seine sexy Prämise ist sowieso: Augen auf den Barometer! Müde und ziemlich aufgeweicht freuten wir uns über die gewonnen Erfahrungen und das entdecken einer völlig neuen Welt.

Sipadan ist ein Eiland etwas südlich von Mabul, der Insel wo wir für unsere Nassübungen während des Tauchkurses hingingen. Sipadan gilt schon seit langer Zeit als Tauchermekka und soll einer der schönsten Tauchspots der Welt sein. Nachdem auf der Insel völlig unverantwortlich Resorts gebaut wurden, die Abwasser das Grundwasser der Insel verseuchten und der Touristenstrom die Riffe der Insel zerstörten, entschied die malaysische Regierung die Insel zu schliessen. Die Resorts wurden abgebaut und, jetzt kommt der Haken, die Anzahl der Touristen wurde auf 120 pro Tag limitiert. Viele Tauchanbieter geben ihre Permits nur in Paketen ab, was bedeutet, dass man mehrere Tage in ihren Resorts verweilen und mehrere Tauchgänge mit ihnen absolvieren muss. Das macht die Sache einigermassen teuer. Dennoch sind die meisten Anbieter auf Monate hinaus ausgebucht. Um so erfreuter und aufgeregter waren wir, als wir vor Beginn des Tauchkurses herausfanden, dass eine Lodge noch Platz und einen Permit für Sipadan hatte und alles zu einem nicht billigen aber dennoch erschwinglichen Preis. Allerdings wollten wir zuerst Testen, ob es uns unter Wasser überhaupt gefällt. Wir konnten es also kaum erwarten endlich den ersten Tauchgang des Kurses zu machen, nur um zu wissen, ob wir die Chance wahrnehmen können. Nachdem wir am zweiten Tag endlich unseren ersten wirklichen Tauchgang absolviert hatten und endlich zurück in Semporna waren, eilten wir sofort zum Büro des Anbieters. Es war bereits geschlossen. Bevor wir am dritten  Tag zum Kurs aufbrachen sind wir nochmals beim Büro vorbei und konnten das Paket prompt buchen. Wir können drei unserer ersten zehn Tauchgänge auf Sipandan machen!

Bei Adrian bahnt sich natürlich genau im richtigen Moment eine Erkältung an. Tauchen und Erkältung sind wie mit Dieselautos das Klima schützen. Auf jeden Fall: tendenziell ungünstig bis Unsinn. Doch drei Tage intensive Teekur bei knapp 30 Grad auch in der Nacht und genau so schnell war die Erkältung im Griff. Es konnte also losgehen.



Wir wurden nicht enttäuscht. Obwohl die Nacht durch ein wilder Sturm tobte und die Sicht unter Wasser entsprechend schlechter war, sahen wir bereits auf dem ersten Tauchgang ein riesen Schwarm Barracudas, Haifische, Lionfish und viele Korallen. Die zwei weiteren Tauchgänge boten weitere Highlights wie Riffhaie, unzählige riesige Schildkröten, einen Thunfisch, Schnecken und eine 600m tiefe Wand voller Höhlen und Korallen.





Müde von den vielen Erlebnissen entschlossen wir uns direkt nach Kota Kinabalu zurück zu fahren und uns von dort aus weiter zu organisieren.

Samstag, 22. Juli 2017

abtauchen

So, auch die ersten praktischen Prüfungen sind geschafft. Adrian hat die leeren Petflaschen und vollen Windeln(...)  erfolgreich umschwommen und es ohne absaufen ins Ziel geschafft.  Nächste Herausforderung ist,  die gesamte Tauchausrüstung korrekt zu montiern und unfallfrei im Wasser zu landen. Nun müssen noch die Gewichte richtig eingestellt werden, denn mit 3kg sitzt Adrian bereits auf dem Grund, während Zoe noch wie eine Boje an der Oberfläche schaukelt. In drei Metern Tiefe wird weiter geübt, Maske ab, Maske auf, Maske vom Wasser befreien. Mundstück raus, Mundstück rein, Mundstück vom Wasser befreien. Sobald wir uns gegenseitig im Falle von Luftmangel retten konnten, durften wir in tiefere Regionen vorstossen. Bei diesem Tauchgang kriegten wir einen ersten Eindruck der unglaublich bunten Unterwasserwelt. Ja sogar die Schnecken sind bunt! Morgen geht es bei hoffentlich besserer Sicht weiter.


Freitag, 21. Juli 2017

Zurück in der Schule


Heute haben wir den theoretischen Teil unseres Tauchscheins gemacht. Das hat in etwa so ausgesehen:


Zoe war dann auch wesentlich besser im Abschlusstest als Adrian. Morgen könnt ihr dann sehen wie Adrian beim 200m schwimmen nach Luft schnappt.

Montag, 17. Juli 2017

Tage in Kambodscha

Es ist schon wieder viel Zeit vergangen seit unserem letzten Bericht und Kambodscha liegt seit ein paar Tagen hinter uns und der Grenzübertritt war diesmal wesentlich preiswerter. Doch der Reihe nach: Nach dem wir Kambodscha erreicht haben verbrachten wir erst einige Tage im Nordosten des Landes.  Danach reisten wir langsam in kurzen Etappen dem Mekong entlang südwärts. In Kratie konnten wir Irrawady Delfine im Mekong beobachten und in Kompong Cham besuchten wir unseren ersten Angkor Tempel. Kambodscha gefiel uns schnell sehr gut. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, das Treiben in den Städten bunt und laut und das Essen war meist auch lecker (wenn auch manchmal etwas gar ausgefallen). Ja wir können das Chaos langsam geniessen.

Unser Plan war, dass wir Siem Reap und die Tempel rund um Angkor Wat sowie die grossen Touristenströme meiden. Stattdessen wollten wir von Kompong Thom aus eine wesentlich weniger besuchte Tempelanlage erforschen. Die Anlage ist mitten im Wald und (noch) kein Weltkulturerbe somit auch nicht restauriert. Wir waren zutiefst beeindruck von den alten Gemäuern und wie so oft änderten wir unsere Pläne. Wir beschlossen doch nach Siem Reap zufahren und uns die berühmten Tempel anzuschauen. Wenn schon Kambodscha dann kommt man irgendwie nicht daran vorbei. Wir verbrachten drei Tage mit Tempeltouren, erst zwei mit Fahrrädern dann einen mit dem selbstfahrenden Fahrrad. Zum Glück fanden wir in Siem Reap jemanden, der unser Objektiv reparieren konnte, welches in Laos den Geist ab und auf gab. So entstanden ein paar wirklich schöne Bilder:



Danach gings in den Süden nach Sihanoukville und nachdem wir uns Sonnencreme, Schnorchel und Maske organisiert haben, auf die Insel Koh Rong Samloem, wo wir mit fluoreszieredem Plankton schwimmen konnten. Leider lässt sich das fotografisch kaum dokumentieren und auch nur schwer beschreiben. Man kann es bloss Nachts sehen. Durch die Bewegung im Wasser leuchtet das Plankton rund um Beine und Arme auf und bildet eine Art Sternschauer in blau. Super Cool.



Unser Aufenthalt in Cambodia war nun angezählt und wir haben unsere letzten Tage gut geplant. Via Kampot, wo wir eine Pfefferfarm besuchten und mit dem selbstfahrenden Fahrrad einen Berg mit alter, kolonialer Casino-Ruine besuchten, reisten wir für eine Nacht nach Kep. Den Krebsmarkt am Morgen haben wir leider verschalfen und so machten wir uns am Nachmittag auf unsere beschwerliche Busfahrt nach Phnom Penh. Anstatt der versprochenen 4 Stunden wurden es etwa 6 und ein bisschen mehr. Da konnte uns nicht einmal das herausragende Pfefferglace bei unserer verlängerten Umsteigepause stimmungstechnisch weiterhelfen. In Phnom Penh machten wir uns auf grosse Markttour, genossen ein letztes Mal die kulinarische Seite Kambodschas. Einen Tag verbrachten wir im Tuol Sleng Museum, dem ehemaligen, geheimen Gefängnisse des Regimes der "Roten Khmer". Das ehemalige Schulgebäude ist ein stiller Zeitzeuge und dient heute als Gedenkstätte für die grausamen Vergehen am kambodschanischen Volk.

Nun sind wir bereits seit einigen Tagen in Malaysia und werden in wenigen Tagen unseren Tauchschein machen. Darauf sind wir gespannt wie Flitzebögen. Darüber gibts dann bald einen Bericht und bestimmt lustige Fotos, versprochen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Teurer Grenzübertritt

Die letzte Woche haben wir Ferien auf Don Det, einer Insel im Mekong, im Süden Laos' gemacht. Faulenzen, spazieren, Bücher verschlingen, gutes Bier und Essen (sogar Älplermagrone, leider fast ohne Käse..). Auf jedenfall sind wir nun total entspannt und ausgeglichen, voll Zen halt, und lassen uns nicht ärgern von korrupten Grenzbeamten und unfähigen Busagenturen. Auch wenn sie uns verarschen, Schmiergeld verlangen, uns verdammt lange warten lassen und nur Bullshit... okay,okay, ein bisschen geärgert haben wir uns vielleicht doch.. aber nun von vorne.
Heute Morgen um 8 verlassen wir unser vorübergehendes Zuhause, unser günstiges Bungalow am Fluss und überlassen es den gefühlt Millionen Ameisen. Abgeholt werden wir von einem Langboot, welches uns ans Festland bringt. Erste Station ist eine Busbillet-,Getränke-, Sandwich-, Knabberzeug-, Tourenverkaufsstelle. Dort wechselt eine Frau unser weisses Ticket, es ist nun Pink. 200 Meter weiter sind wir beim Busbahnhof. Billetwechsel Nummer 2, es ist nun gelb. Warten auf den Bus, Käfele, Visumantrag für Kambodscha ausfüllen. Um 10 Uhr fahren wir in zwei überladenen Minibussen los zur Grenze. Ausreise aus Laos, 2$ "Stempelgebühr". Weiter zur kambodschanischen Seite. Formular ausfüllen, internationaler Impfausweis zeigen oder 1$  extra bezahlen, wofür? Keine Ahnung. Rein ins Gebäude, Visumsantrag ausfüllen (jener vom Busbahnhof wurde eingesammelt und nicht mehr verteilt). Am Schalter (Komplett mit Sichtschutzfolie beklebt. Alle bücken sich und gucken auf Hüfthöhe durch den Durchgabeschlitz..)  Visumsantrag, Pass, Foto und 30$ Visumgebühren abgeben. Der Zollbeamte verlangt 35$. Wir weigern uns und kriegen alles zurück. Das während einer Woche hart erarbeitete Gelassenheitsgefühl bröckelt.
Wir versuchen unsere Mitreisenden zu einem Boykott anzustiften. Wenn niemand mehr bezahlt, könnte es klappen. Leider sind die meisten zu ungeduldig. So sind wir nur zu viert und als wir nach einer Stunde alle Schalter blockieren, verlegen sie das Büro kurzerhand raus in die Halle. So haben wir keine andere Möglichkeit als irgendwann doch zu bezahlen. Mit dem Visum im Pass auf zur nächsten Station, Formular ausfüllen, aaarrghh.. Einreisestempel in den Pass und endlich draussen. Inzwischen ist es Mittag. Wer nach Pnom Phen und Stung Treng (Ja, wir) will ab in den nächsten Minibus (Mit der Velopumpe wird noch der Reifendruck optimiert). 5 Minuten Fahrt auf der Holperpiste, Telefonanruf für den Fahrer, umdrehen und zurück zur Grenze. Sie haben uns in den falschen Bus gesteckt. Raus mit uns und rein mit zwei Anderen, nicht dass der Bus  unterbesetzt ist.. Warten. Der "Manager" kommt und sagt, wir zwei müssen zurück über die Grenze, irgendein Problem mit unserem Ticket. Wir wollen wissen was los ist, erklären kann er das nicht wirklich: " no problem for you, no problem, I bring you with the motorbike, don't worry, trust me I'm the manager". Wir haben doch etwas Mühe ihm zu vertrauen und zu dritt mit dem Roller zurück über die Grenze zu fahren.. Schlussendlich begleitet ihn Adrian bei dem Abenteuer, Zoe bleibt derweil mit einem mulmigen Gefühl und 5 Mitreisenden zurück.

Mit dem Roller gehts durch den Rauch eines brennenden Abfallbergs zurück Richtung Grenzübergang. Unter einem Schlagbaum durch, Achtung Kopf, ohne Abbremsen am kambotschanischen Grenzposten vorbei, Achtung, noch einem Schlagbaum. Am laotischen Zollgebäude bremst das Motorrad. Der Manager telefoniert: " Where are you? I'm at the lao customs. Are you coming? Hurry up!" - Wo bist du? Ich bin am laotischen Zoll. Kommst du? Beeile dich!
Ich versuche nochmals herauszufinden, was das Problem sei. Aber irgendwie verstehe ich es nicht ganz. Es hat etwas mit Geld zu tun, das nicht beim Busunternehmen angekommen ist. Mir ist etwas mulmig. Schliesslich sitze ich wieder auf der laotischen Seite mit einem kambotschanischen Visum im Pass, nachdem wir ordentlich gegen die extra Gebühren protestiert haben. Lange geschieht nichts. Dann telefoniert mein, das muss man ihm lassen, sehr freundlicher Begleiter erneut: "Wo bleibt ihr? Wir warten... Kommt ihr alle zusammen? Touristenpolizei?" Er sagt, er kümmere sich um Wasser und fährt mit dem Roller weg. Ich sitze alleine da. Nach einer Weile ist er zurück.
Ein Minibus kommt an und ein Offizieller in Uniform steigt aus. Neben ihm kommt noch ein Herr auf mich zu, der zum Busunternehmen zugehören scheint. Sie wollen unser Billet sehen und fragen wo wir es gekauft haben. Dann muss ich mit jemandem telefonieren. Ich bestätige zum x-ten Male: "Ja, wir wollen nach Stung Treng." Plötzlich ist die Frau vom Kiosk-, Getränke-, Restaurant-, Busbilett-, Tourendings da. Sie nimmt das Ticket an sich. Ich bekomme wieder das pinke Ticket vom Morgen wieder. Wobei ich nicht sicher bin, ob es exakt das gleiche ist. Dann bekomme ich abwechselnd das Gelbe und das Pinke in die Hand gedrückt, wobei alle wie wild durcheinander quatschen. Ich verstehe gar nix und halte, was man mir zum Halten gibt. Pink - Gelb - Pink - Gelb. Die Frau telefoniert nun auch mit jemandem. Ich erkläre nochmals wo wir, wann, welches Ticket getauscht haben. Irgendwann meint mein Begleiter: "Okay? Gut, wir nehmen den Roller für zurück." Schlagbaum 1, vorbei am kambotschanischen Grenzhaus, Schlagbaum 2. Von weiter vorne winken mir bereits meine Reisegspänli erleichtert zu. Von einem Bus noch keine Spur. Warten und Austauschen von Erlebnisberichten. Um 14.30 Uhr kommt der nächste Minibus, im ersten Moment meinen wir, dass es jene sind, die vor eineinhalb Stunden nach Siem Reap aufgebrochen sind, doch es ist eine Gruppe, die rüber nach Laos will. Alle rein in den Bus und los. Gut eine Stunde später, Zoe schläft inzwischen auf dem Vordersitz, erreichen wir Stung Treng mit drei Stunden Verspätung. Ja und da warten bekannte Gesichter auf uns.. Jene Gruppe, welche eineinhalb Stunden vor uns Richtung Siem Reap aufgebrochen ist. Da wir zwei aussteigen, haben nun 6 weitere Platz, da muss man ja nicht mit 2 Minibussen fahren. Wir wünschen allen viel Glück bei der Weiterfahrt und sind froh nicht noch 8 Stunden (falls ohne Panne) weiterreisen zu müssen.
Wir sind erschöpft und kaputt..
Nach einem anstrengenden Start in Kambodscha  gibt es um 17Uhr endlich "Zmittag". Wir versuchen die Nationalspeise "Amok", heisst tatsächlich so.. und das Wifi Passwort des Restaurants? "chickenamok".. Na denn, e guete ;)