Donnerstag, 19. April 2018

Zurück im Schlamm




Nach einem Jahr Abwesenheit, sind wir zurück in Pai (Thailand) beim Erdhausbauen. Wir stampfen tonnenweise Sand und Lehm zu Schlamm, vermischen ihn mit Stroh, stapeln die klebrige Mischung und formen sie zu Wänden. Es ist schweisstreibende Arbeit und wir sind froh, um die auf dem Velo erstrampelte Fitness, welche uns vor täglichem Muskelkater bewahrt. Zur Stärkung geniessen wir Khao soi, Pad Thai und kiloweise Früchte.
Noch eine Woche verbringen wir hier und hoffen darauf noch viel mehr zu lernen. Anschliessend geht es für ein paar Tage nach Melaka (Malaysia) bevor wir uns nach Singapur begeben, von wo unser Flug nach Europa startet!


Mittwoch, 14. März 2018

Zieleinfahrt in Auckland

Hastings - Lake Tutira 64km
Lake Tutira - Wairoa 80km
Wairoa - Rosies Bay (lake Waikaremoana) 60km
Rosies Bay - Ruatahuna 61km
Ruatahuna - Lake Okaro 80km
Lake Okaro - Rotorua 48km
Rotorua - Katikati 122km
Katikati - Waikino 36km
Waikino - Wharekawa 84km
Wharekawa - Papakura 50km Zug nach Auckland

Dreieinhalb Monate nach unserem Start in Dunedin erreichen wir glücklich und überhaupt nicht müde am 9.März Auckland. Die letzten Kilometer in die Stadt ersparen wir uns und nehmen den Zug, um das Verkehrschaos zu vermeiden.



Kaum in Auckland eingetroffen, nehmen wir schweren Herzens abschied vom ersten Velo. Das zweite behalten wir noch für eine Nacht, es wird am nächsten Morgen von einer amerikanischen Radlerin übernommen und wieder südwärts fahren.


Die letzte Woche in Neuseeland verbringen wir wieder am Piha beach, wo wir bereits zu Beginn unserer Neuseelandzeit waren. Kochen, Spazieren am Strand und Packen stehen auf dem Programm. Wir geniessen noch einmal das abwechslungsreiche Wetter, den kühlen Wind und den Regen, denn ab Freitag sind wir wieder im ewigen asiatischen Sommer.


Unsere Veloreise in Zahlen

geradelte Kilometer: 4626
Tage auf dem Velo: 74
Königsetappe: Karamea - Berlins 132km und 1220 Hoehenmeter Steigung
Platte Reifen: 3
Gerissene Ketten: 2
gebrochene Speichen: 1
gebrochener Gepaecktraeger: 1
Stürze: 0!!
Nächte im Zelt: 79
wunderbare Warmshower Gastgeber: 17
Stiche von Sandfliegen: 86
Essen: gefühlt 100kg Pasta, 100kg Reis, 100kg Haferflocken, 100 Packungen Cracker und Müsliriegel, unendlich viele Muffins, Kuchen, Kaffee und Glace ;)
1 Lynne

Montag, 26. Februar 2018

Letzte Etappen

Dry creek-summit camping 50km
Summit Camping - Masterton 86km
Masterton - Pongaroa 93km
Pongaroa - Porangahau 78km
Porangahau - Hastings 104km

Wir sind gerade im Bus auf dem Weg zurück nach Hastings, Wo unsere Velos, Bonnie und Clyde, auf uns warten. Wir haben sie bei Glenda und Kevin, einem Ehepaar welches uns mit ihrer schier endlosen Grosszügigkeit und ihrer Liebe zu Fahrradfahrenden überschüttet hat, zwischen gelagert. Nachdem wir Wellington am 16. Februar verlassen haben, sind wir via Martinborough, Masterton, Pongaroa und Waipukurau auf überwiegend Nebenstrassen nach Hastings gefahren. Kevin und Glenda hiessen uns nach einem langen Tag und viel Wind herzlich willkommen. Sie offerierten uns mehr Essen als selbst wir essen können. Ofengemüse, Salat, Gemüse-Tatscherl, Chutney, Maiskolben, Cheesecake mit Eiscreme, alles haben wir tapfer aufgegessen. Auch eine warme Dusche und ein richtiges Bett gab es! Wir fühlten uns im Paradies und hatten Angst irgenwann aufzuwachen. Doch es war alles real! Am folgenden Tag sattelten wir unsere Bikes ohne Gepäck und macht uns auf eine Erkundungstour durch Hawkes Bay und Napier. Auf dem Rückweg hielten wir Nachmittags in der Mission Winery auf ein Wein-Tasting. Keine gute Idee, wenn du kein Mittagessen hattest und mit dem Velo nach Hause fahren musst. Am Donnerstag nahmen wir den Bus zurück nach Wellington, wo wir am Freitag unser Transfermietauto (ein Mietauto, das zurückgebracht werden muss an seinen Ursprungsort) abholen konnten. Damit fuhren nordwärts, passierten Palmerston North und Taihape. Kurz vor Turangi campierten wir. Am Samstagmorgen früh um 4:30 im Dunkeln bauten wir unser Zelt ab und fuhren zum Parklpatz am Ende der Tongariro Wanderung. Von dort brachte uns uns ein Shuttlebus zum Startpunkt der Wanderung. Die Überquerung des Tangoriro, eines teilweise aktiven Vulkans, gilt als eine der schönsten Tageswanderungen Neuseelands. Entsprechend beliebt ist die Route an einem perfekten Tag, wie wir ihn hatten. Wir starteten mit einem ganzen Haufen anderer Wandervögel und versuchten etwas aus dem Schlangenlaufen herauszukommen nach etwa zwei Stunden hatte sich das Feld etwas gelichtet. Die Route verdient ihren guten Ruf mit einer einmaligen Szenerie von Ascheströmen, Lawafeldern und Kratern, die teilweise mit Wasser gefüllt sind. An anderen Orten raucht der Boden vor sich hin. Nach etwas mehr als 6 Stunden waren wir bei unserem Jucy-Auto und waren froh aus den Schuhen raus und hinters Steuer sitzen zu können. Wir ahnten noch nicht welch schmerzhafter Muskelkater unsere Radlerbeine erwartete...



Nach dem wir in Mangakino übernachtet haben, fuhren wir wiederum früh morgens los um gegen 8 Uhr in Matamata zu sein. Ihr merkt schon, mit dem Auto verdichten sich die Termine, Stops und Aktivitäten enorm. Während wir mit dem Velo eine Sehenswürdigkeit am Tag passieren, wenn überhaupt. Während Zoe am Morgen die Filmsets der Herr der Ringe Filme besuchte, tankte Adrian Kaffee, denn der Tag sollte noch lange werden. Ziel war nämlich das Konzert der Band "The National" in Auckland am Abend. So fuhren wir nach dem Mittag die restlich Kilometer und waren gerade pünktlich in Auckland. Kurz vor dem Eindunkeln betraten die Musiker die Bühne auf dem Gelände des Weinguts Villa Maria. So endete der warme Sommerabend und wir waren endlich wieder einmal auf einem richtigen Konzert. Heute konnten wir mal wieder ausschlafen bevor wir uns in den Bus setzten. Wir freuen uns schon auf Kevin und Glenda, köstliches Abendessen und unsere Räder. Es stehen die letzten gut 10 Tag auf dem Velo bevor. Dann endet unser Veloabenteuer und wir sind ein zweites Mal zurück in Auckland.

Sonntag, 11. Februar 2018

Inselwechsel

Christchurch - Amberley beach 61km
Amberley beach - Balmoral reserve 44km
Balmoral reserve - Fowlers hut 78km
Fowlers hut - lake Tennyson 15km
Lake Tennyson - Cold water creek 30km
Cold water creek - Saint Arnaud 52km
Saint Arnaud - Mapua 101km
Mapua - Takaka 74km
Takaka - Nelson 107km
Nelson - Rai Valley 45km
Rai Valley - Elaine Bay 40km
Elaine Bay - Rai Valley 48km
Rai Valley- Picnic bay 75km
Picnic bay - Titirangi 35km
Titirangi - Moetapu bay 65km
Moetapu bay - Aussie bay 20km
Aussie bay - Picton 17km
Picton - Faehre - Wellington
Wellington - Dry creek camping 23km




Mit Regen und Nebel verabschiedet sich die Suedinsel nach 10 Wochen von uns und eine Gruppe Delfine begruesst uns im Hafen von Wellington auf der Nordinsel. Wir hatten unglaubliches Wetterglueck waehrend unserer Zeit im Sueden und radelten den Grossteil der 3350km im Trockenen.
Die letzte Woche verbrachten wir in den Marlborough Sounds, dem von Fjorden gepraegten Norden der Suedinsel. Es war nocheinmal ausgesprochen huegelig, kurvenreich und wenig bewohnt. Doch es lohnte sich allemal die Huegel zu erklimmen, das Essen zu rationieren und auf Duschen zu verzichten, denn die Ausblicke auf die Fjorde waren atemberaubend. So fuhren wir raus bis zur Titirangi-Bucht, wo wir die Zeltwiese mit Schafen und frechen Weka`s teilten (einer der Flugunfaehigen Voegel Neuseelands) und Blick raus aufs offene Meer richtung Nordinsel.

 Nun sind wir also auf der Nordinsel angelangt und allzuviel Zeit bleibt uns nicht, um nach Auckland zu gelangen. Das verkehrsreiche Zentrum der Insel werden wir meiden und uns der Ostkueste entlang nordwaerts arbeiten. Auf halbem Weg werden wir schon einmal einen Ausflug nach Auckland ohne Raeder machen, um endlich wieder einmal ein Konzert zu besuchen! Bei hoffentlich gutem neuseelaendischem Wein werden wir "the national" sehen. Anschliessend werden wir mit guter Musik im Kopf noch die letzten zwei Wochen auf den Velos geniessen.


Freitag, 19. Januar 2018

Ausfahrt nach central Otago und Comedy in Christchurch

Das Regenwetter der letzten Woche zwang uns zu einer Planänderung. Wir entschieden uns ein paar Tage Auszeit vom Radeln zu nehmen und stattdessen mit einem Mietauto die Gegend von central Otago auszukundschaften. Da wir das günstigste Auto gewählt hatten, war es auch entsprechend klapprig, klein und nicht sonderlich kräftig. Dennoch war das Tempo ungewohnt und die Landschaft zog viel zu schnell an uns vorbei. Eine absolute Reizüberflutung nach 6 Wochen auf 2 Rädern. Der Küste entlang fuhren wir südwärts und dann ins Landesinnere Richtung Queenstown. Am Flughafen gab es einen Autowechsel. Für noch weniger Geld durften wir einen Neuwagen nach Christchurch zurück fahren. Adrian chauffierte uns bei guter Musik durch das wunderschöne Zentrum der Südinsel und zurück nach Christchurch.



Hier verbrachten wir 2 Tage am Buskers Festival. Comedy, Akrobatik, Tanz und vieles mehr bestaunten wir bei schönstem Sommerwetter auf den Plätzen dieser Stadt.
Nun ist es aber an der Zeit wieder auf die Räder zu steigen. Wir verabschieden uns für ein paar Tage von der Zivilisation und fahren durch das Rainbow- valley Richtung Nelson.


Mittwoch, 10. Januar 2018

Über den Lewispass an die Ostküste


Hokitika - Punakaiki 88km
Punakaiki - Mokihinui 99km
Mokihinui - Karamea 55km
Karamea - Berlins 132km
Berlins - Reefton 46km
Reefton - Springs junction 45km
Springs Junction - Culverden 112km
Culverden - Amberley beach 58km
Amberley beach - Darfield 96km
Darfield - Methven 72km
Methven - Lincoln 86km



Es regnet seit Stunden ohne Pause. So haben wir uns in einem Kaffee wohnlich eingerichtet und haben Zeit zum bloggen.

2000km sind geschafft!

Nach einem ruhigen Jahreswechsel in Karamea haben wir die Insel wieder überquert und sind zurück an der Ostküste. Für die Überquerung haben wir den Lewis Pass gewählt und genossen ein paar Etappen durch wunderschöne Landschaften. Anschliessend machten wir einen grossen Bogen um Christchurch, doch das schlechte Wetter zwingt uns in die Stadt und ins Trockene. So fuhren wir gestern von Methven nicht in die Berge zum Wandern, sondern nach Lincoln. Immerhin kamen die Regenwolken per Rückenwind. So kamen wir zügig voran und jeder Tiertransporter der uns kreuzte und uns eine Ladung Gischt und Mist ins Gesicht blies, motivierte uns noch zusätzlich in die Pedalen zu treten. Nach drei Stunden, 60km und völlig durchnässt suchten wir Schutz im Kaffee und unternahmen Versuche unsere Kleider und Schuhe zu trocknen.  Der stete Konsum von Kaffee und Scones bescherte uns auch Nachschub an Wifi Gutscheinen und die Möglichkeit die ersten Folgen vom "Bestatter" zu streamen. Dank Warmshowers verbrachten wir die Nacht im trockenen und konnten das Zelten im Regen vermeiden.

Montag, 25. Dezember 2017

Euch allen frohe Weihnachten

Fox Glacier - Pukekura 110km
Pukekura - Ross 22km
Ross - Hokitika 42km



Nach dem Ruhetag in Fox Glacier und dem Besuch des Gletschers und eines traumhaften See's, sind wir wieder voller Energie und radeln 110km nach Pukekura. Dies ist mit 6 Einwohnern die kleinste Stadt Neuseelands. Das Ziel für den 24. Dezember ist Ross. Ein Städtchen, das ende des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch erlebte und noch heute davon geprägt ist. So verbrachten wir den Heiligabend im Pub des historischen Empire Hotel. Wir genossen ein gutes neuseeländisches Bier und ein All-you-can-eat Buffet (Für Restaurantbetreiber immer ein schlechter Deal, wenn Radfahrer da sind..). Auch am Weihnachtstag gibt es gemütliches Programm mit einer kurzen Etappe nach Hokitika. Der Radweg führt entlang einer ehemaligen Zuglinie durch wilde, bemooste Wälder.

Allen Blog Konsumenten wünschen wir frohe und erholsame Weihnachten.